Über die Schule

 

Die Engelradingschule ist eine einzügige Grundschule im Stadtteil Marbeck. Insgesamt besuchen im Schuljahr 2017/18 87 Kinder die Schule. Sie werden dabei von insgesamt 7 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2013/14 ist sie ein Teilstandort der Josefschule Borken.

Besonders zu erwähnen ist unser toller, neu gestalteter Schulhof, unsere Schülerbücherei und unser Computerraum mit 19 Arbeitsplätzen.

 

 

Engelrading – was bedeutet der Name?

 

Vor … Jahren gab es in Marbeck noch keine Schule, keinen Bahnhof, keine Kirche und keine Siedlung. Auch die vielen Straßen gab es noch nicht. Die Menschen gingen zu Fuß oder sie benutzten Karren, die von Ochsen oder Eseln gezogen wurden. Manchmal kam vielleicht eine Kutsche vorbei.

Dort, wo unsere Schule heute steht, gab es nur Wald und Feld. Wenn du von der Schule aus zur Hauptstraße gehst und dann rechts abbiegst in Richtung Raesfeld, siehst du genau gegenüber dr Schule einen Hof. Das Haus hat sogar den Namen „Haus Engelrading“.

In der Zeit, von der erzählt wird, gab es dort bereits einen Bauernhof, darum herum war alles unbewohnt.

Auch Heiden war damals ein ganz kleines Dorf mit nur wenigen Häusern. Es gab noch gar keinen Namen für diesen Ort.

Die Menschen in Borken und in der Umgebung hatten noch nichts von Jesus und von Gott gehört.

Erst als Ludger,ein frommer Christ, in diese Gegend kam und ihnen von der Liebe Gottes und von Jesus erzählte, ließen sich viele Menschen taufen. Nur die Leute in Heiden wollten sich nicht taufen lassen. Deshalb wurden sie „die Heiden“ genannt. Mit dem Wort waren die Menschen gemeint, die nicht katholisch getauft waren.

Aber Ludger gab nicht auf. Als er Bischof von Münster wurde, dachte er oft an die Heiden und er sagte sich: „Ich werde noch einmal dorthin gehen und zu den Menschen sprechen. Vielleicht glauben sie dann an Gott und lassen sich taufen.“

Aber auch bei diesem Versuch schickten ihn die Menschen aus dem kleinen Dorf wieder fort. Bischof Ludger aber war sehr traurig und gab auf. Er verbrachte die Nacht auf dem Hof, der gegenüber unserer Schule lag. In der Nacht hatte Bischof Ludger einen Traum:

Ein Engel erschien ihm und gab ihm den Rat, noch einmal zu den Heiden zu gehen und sie zu bekehren. Am nächsten Tag befolgte Bischof Ludger den Rat und er sprach noch einmal zu den Leuten. Diese Mal hörten ihm die Menschen zu und ließen sich taufen. Der Bischof und die anderen Christen freuten sich über das Ereignis. Es kam ihnen fast wie ein Wunder vor. Die Bewohner wurden aber noch lange als „Heiden“ bezeichnet. Schließlich wurde dies der Name für unsere Nachbargemeinde.

Der Name Engelrading erinnert an den Rat des Engels.

Der Hof gegenüber unserer Schule erhielt den Namen Engelrading, der Bach wurde Engelradingbach genannt unsere Schule bekam den Namen Engelradingschule. Im Eingangsbereich ist an der Wand das Mosaik eines Engels zu sehen.

Wenn er nicht dem Bischof durch seinen Rat soviel Mut gemacht hätte, wären die Leute in Heiden vielleicht nie katholisch getauft worden.